Kostenfalle Premium-SMS und Mehrwertnummern
Von Redaktion Verbraucherzentrale Finanzen und Versicherungen
Premium-SMS und WAP-Billing: So schützen Sie sich vor Kostenfallen
Premium-SMS über 5-stellige Kurzwahlnummern, WAP-Billing durch versehentliche Klicks auf Werbebanner und ungewollte In-App-Käufe — Kostenfallen lauern am Mobiltelefon überall. Die Verbraucherzentralen registrieren jährlich Zehntausende Beschwerden. Die Verbraucherzentrale erklärt die häufigsten Maschen und wie Sie sich schützen.
Die häufigsten Kostenfallen
- 5-stellige Premium-SMS: Nummern wie 22222 oder ähnliche 5-stellige Kurzwahlnummern können 1–5 € pro SMS kosten. Oft werden sie über Gewinnspiele oder Quiz-Aktionen beworben.
- WAP-Billing: Ein versehentlicher Klick auf ein Werbebanner auf einer mobilen Webseite löst ein kostenpflichtiges Abo aus. Der Betrag (typisch: 4,99 €/Woche) wird über die Handyrechnung abgebucht. Die „Bestellung" erfolgt durch einen einzigen Fingertipp — ohne Passwort oder Bestätigung.
- In-App-Käufe: Besonders in Spielen werden kostenpflichtige Extras angeboten. Kinder kaufen oft versehentlich oder unbedacht — mit teuren Folgen.
- Abo-Fallen: „Kostenlose" Klingeltöne oder Spiele entpuppen sich als Abonnements mit wöchentlichen oder monatlichen Kosten.
Drittanbietersperre: Der wichtigste Schutz
Die Drittanbietersperre ist der wirksamste Schutz gegen ungewollte Kosten auf der Handyrechnung. Ihr Mobilfunkanbieter ist verpflichtet, sie kostenlos einzurichten (TKG §45d). Eine vollständige Sperre blockiert alle Drittanbieterleistungen. Rufen Sie die Hotline an oder aktivieren Sie die Sperre im Online-Portal.
Kinder und In-App-Käufe: So schützen Sie den Nachwuchs
Kinderkäufe im App-Store oder in Spielen können rechtlich anfechtbar sein: Minderjährige können ohne Zustimmung der Eltern keine wirksamen Verträge schließen (§§ 107 ff. BGB). In der Praxis ist die Rückforderung aber oft schwierig.
Präventive Maßnahmen:
- Drittanbietersperre auf dem Kindervertrag einrichten
- Passwortschutz für App-Store-Käufe aktivieren (iOS: Einstellungen → Bildschirmzeit → Käufe im iTunes & App Store; Android: Google Play → Einstellungen → Authentifizierung)
- Kein Zahlungsmittel im App-Store hinterlegen oder nur Guthabenkarten verwenden
- In-App-Käufe in den Geräteeinstellungen deaktivieren
Geld zurückfordern
Wenn Sie ungewollte Kosten auf der Handyrechnung finden:
- Mobilfunkanbieter schriftlich widersprechen
- Drittanbieter identifizieren (auf der Rechnung genannt) und Abo kündigen
- Lastschrift innerhalb von 8 Wochen bei der Bank zurückbuchen
- Bei Prepaid: Erstattung des Guthabens fordern
- Drittanbietersperre sofort einrichten, um weitere Kosten zu verhindern
Praktische Tipps
- Drittanbietersperre einrichten — der wichtigste Schutz.
- Handyrechnung monatlich prüfen.
- Vorsicht bei Werbebannern auf mobilen Webseiten.
- Passwortschutz für In-App-Käufe aktivieren.
- Kinderverträge absichern: Drittanbietersperre und Kaufbeschränkungen aktivieren.
Häufig gestellte Fragen
Was ist WAP-Billing?▾
Wie schütze ich mein Kind vor In-App-Käufen?▾
Kann ich ungewollte Kosten zurückfordern?▾
Sind Käufe von Minderjährigen wirksam?▾
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Dieser Artikel wurde zuletzt am 9.5.2026 aktualisiert und redaktionell geprüft.
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